Aktuelles

Wenn der Onkel denkt, dass Bill Gates
hinter Corona steckt (Online-Workshop zum Umgang mit Verschwörungserzählungen)

Wenn unbekannte Menschen in den Sozialen Medien Verschwörungserzählungen verbreiten, fällt es leichter, dem etwas entgegen zu setzen. Aber wenn auf einmal die Arbeitskollegin, der Onkel, oder die langjährige Freundin, Menschen, die uns nahestehen, falsche „Wahrheiten“ verbreiten, ist die Gegenrede schwieriger.

Wer dagegen argumentiert wird schnell zum „Schlafschaf“ oder „Systemling“. Worte werden im Mund umgedreht und eine Fülle an vermeintlichen Fakten machen eine sachliche Auseinandersetzung auf Augenhöhe kaum möglich. Diese Gesprächsversuche verursachen oft Frust und Ohnmachtsgefühle.

Wir möchten daher in einem 2-stündigen Online-Workshop mit Euch zusammen Strategien erarbeiten, wie Ihr gut mit Verschwörungserzählungen im eigenen Umfeld umgehen könnt. Der Workshop soll keine Beratung ersetzen, aber dabei unterstützen, Euch zu positionieren. Ihr könnt daher gern eigene Fälle „mitbringen“ (natürlich anonymisiert), an denen wir gemeinsam arbeiten.

Wir freuen uns auf Anmeldungen bis zum 19.5. unter bnw-hamburg@lawaetz.de und bitten um Angabe des vollen Namens (und ggfs. der Einrichtung). Die Teilnehmendenzahl ist auf 15 begrenzt.

Die Veranstaltenden behalten sich nach §6 VersammlG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten oder verschwörungsideologischen Szene zuzuordnen sind, als solches auf der Veranstaltung in Erscheinung treten, oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitisch, verschwörungsideologische
oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Dies gilt auch für Online-Veranstaltungen.

Aktuelle Informationen und Beratungsstellen rund um Verschwörungserzählungen finden Sie HIER


Dr. Maximilian Fuhrmann "Wirkungsweise des Extremismuskonzepts" (Vortrag)

Am 12.11.2020 veranstalteten das Beratungsnetzwerkes gegen Rechtsextremismus und die Diakonie Hamburg den Fachtag „Was darf Engagement gegen rechts?“.

Bei den Bereichen Rechtsextremismusprävention und Demokratieförderung überschneiden sich Wirkungsfelder der Sicherheitsbehörden, der Wissenschaft sowie der Bildung und der Zivilgesellschaft. Allerdings gehen nicht alle vom selben Präventions- und (Rechts-) Extremismusbegriff aus und teilen dasselbe Verständnis gelebter Demokratie. Weit verbreitet ist ein Gesellschaftskonzept wonach alle Bestrebungen, die gegen den Kern des Verfassungsstaats agieren, als extremistisch einzuordnen sind und alle anderen als demokratisch. Hieraus ergibt sich eine binäre Logik von zwei klar voneinander zu unterscheidenden gesellschaftlichen Bereichen: die demokratische Mitte und die extremen Ränder.

Ob sich diese Schablone auf die (demokratie-) pädagogische und zivilgesellschaftliche Praxis übertragen lässt, wurde von und mit verschiedenen Referent*innen diskutiert.

Eine schriftliche Zusammenfassung des Vortrags finden Sie ebenfalls in unserem BNW-Newsletter (03/2020).

Poster Verschwörungserzählungen

Mit dem Faltposter „Hilfe mein Onkel glaubt Bill Gates will uns zwangsimpfen“ haben wir Tipps und Tricks im Umgang mit Verschwörungserzählungen auf eine DinA3 Seite zusammengefasst. Das Poster soll nicht als eins-zu-eins Anleitung im Umgang mit verschwörungserzählenden Familienmitgliedern verstanden werden, da nicht jede Strategie für alle Personen und in allen Situationen passt. Vielmehr sollen Anregungen gegeben werden und auch Anknüpfungspunkte, um sich weiter über das Thema zu informieren und sich ggfs. beraten zu lassen. Die Hinweise und Tipps beziehen sich auch auf verschwörungsideologische Äußerungen in der Öffentlichkeit, aber mehr noch auf Verschwörungserzählungen, mit denen wir im privaten Umfeld konfrontiert sind. Das Poster können Sie über die Koordinierungsstelle beziehen.

Hier geht es zum Download

Und hier geht es zu unserer Übersichtsseite "Was tun bei Verschwörungserzählungen?"

Die Beratungsprojekte in Hamburg sind auch weiterhin für Sie erreichbar und ansprechbar:

ÜBER UNS

Das Hamburger Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus (BNW) ist ein Zusammen­schluss von mehr als 50 zivilgesellschaftlichen und staatlichen Institutionen, die sich über Themen und Strategien zur Prävention von Rechtsextremismus, Antisemitismus und grup­penbe­zogener Menschenfeindlichkeit austauschen.

Die Beratungs-, Informations- und Bildungsangebote der Netzwerkmitglieder richten sich an Einzelpersonen ebenso wie an Gruppen und Organisationen.

Das Beratungsnetzwerk wird gefördert durch das Programm “Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch die Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration (Sozialbehörde) und ist Teil des Landesprogrammes „Hamburg – Stadt mit Courage“