Hamburger Fachtag:
Umgang mit Verschwörungserzählungen als multiprofessionelle Aufgabe

Freitag, 26.11.2021 (online)

Hamburger Fachtag:
Umgang mit Verschwörungserzählungen als multiprofessionelle Aufgabe

Freitag, 26.11.2021 (online)
Hier geht es direkt zur Anmeldung

Mit dem Beginn der Coronapandemie ist ein Anstieg an Informations- und Beratungsbedarf zum Thema Verschwörungserzählungen in verschiedenen Handlungsfeldern wie Schule, Kita, Familie oder Betriebe zu verzeichnen.

Der Fachtag soll einen Anlass bieten, sich auch außerhalb des Feldes der Rechtsextremismusprävention auszutauschen und voneinander zu lernen. Neben Expert*innen aus dem Feld der Beratung zu Verschwörungserzählungen sollen auch Expert*innen aus Bereichen, wie Schule, Offene Kinder- und Jugendarbeit, Kirche oder oder der Medienpädagogik zu Wort kommen. Mithilfe der unterschiedlichen Praxiserfahrungen wollen wir diskutieren, welche multiprofessionellen Strukturen, Lösungsansätze, Konzepte und Netzwerke sich daraus ergeben und welche Bedarfe es noch zu decken gilt. In einer Abschlussdiskussion überlegen wir gemeinsam mit den Hamburger Beratungsstellen im Themenfeld Rechtsextremismus(-prävention) welche Herausforderungen auf sie zukommen werden und wie Beratung ihnen adäquat begegnen kann. Neben den beiden Podiumsdiskussionen sollen einzelne Aspekte im Themenfeld Verschwörungserzählungen in verschiedenen Sessions vertieft werden. Neben einer Talkrunde und einer Abschlussdiskussion, sollen einzelne Aspekte im Themenfeld Verschwörungserzählungen in verschiedenen Sessions vertieft werden.

Moderation: Kira Ayyadi (Journalistin mit Schwerpunkt Rechtsextremismus und Verschwörungsideologien)

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Koordinierungsstelle des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus Hamburg und der Hamburger Sozialbehörde.

Wir freuen uns auf einen spannenden Fachtag mit Ihnen!

Programm

10.00 - 10.15 Uhr Begrüßung Larissa Denk (Koordinierungsstelle des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus Hamburg), Grußwort Hamburger Sozialbehörde

10.15 - 11.15 Uhr Keynote „Über die Ansteckungsgefahr von Verschwörungstheorien“ Prof. Dr. rer. Pol. Ayça Polat (Fachhochschule Kiel)

Verschwörungstheorien und -ideologien sind kein neues Phänomen. Sie existieren seit Jahrhunderten und entwickeln sich insbesondere in Zeiten von Verunsicherungen, Umbrüchen und großen Veränderungen. Im Gegensatz zu Verschwörungserzählungen der Vergangenheit erreichen Mythen der Gegenwart über soziale Netzwerke und Online-Dienste zahlreiche Menschen innerhalb kürzester Zeit. Während einige „Verschwörungstheorien“ als harmlos bewertet werden können, weisen viele andere Verschwörungserzählungen antisemitische, rassistische und demokratiefeindliche Radikalisierungstendenzen auf. So auch im Umgang mit der Corona-Krise und den damit verbundenen Gesundheitsschutzmaßnahmen. Der Vortrag beschäftigt sich mit den Ursachen und Wirkungen von Verschwörungstheorien und den „Bündnissen“, die sie zu Tage bringen. Darüber hinaus wird auf die Fragen eingegangen, welchen Handlungsauftrag Fachkräfte der Sozialen Arbeit und Pädagogik im Umgang mit Verschwörungstheoretiker*innen haben und welche Rolle/Positionierungen sie in der Praxis einnehmen können.

11.15 - 12.15 Uhr Multiprofessionelle Talkrunde: Umgang und Erfahrungen mit Verschwörungserzählungen

Mit dieser Talkrunde wollen wir aus den Perspektiven verschiedener Handlungsfelder auf das Thema Verschwörungserzählungen schauen. Welche Erfahrungen haben unsere Podiumsgäste in ihrer Praxis mit Verschwörungserzählungen gemacht? Welchen Umgang haben sie damit gefunden, aus welcher Rolle und was hat sich bewährt? Welchen Bedarf an Vernetzung und Unterstützung sehen sie darüber hinaus? Auch wenn es weitere Professionen seit Beginn der Corona-Pandemie mit Verschwörungserzählungen zu tun bekommen haben, wollen wir mit unseren Podiumsgästen einen Impuls setzen, sich auch außerhalb des eigenen Handlungsfeldes zum Thema auszutauschen. Auch das Publikum ist herzlich eingeladen mitzudiskutieren.

Gäste: Jörg Pegelow (Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen der Nordkirche), Lars Dietrich (Kinder- und Familienzentrum Schnelsen - Standort Schnelsen-Süd), Mitarbeitende von MiMi Hamburg, Adelina Worseck (Jura-Studentin / DGS-Faktencheck), Lehrer einer Hamburger Stadtteilschule

Moderation: Kira Ayyadi

12.15 - 13.00 Uhr Pause

13.00 - 14.15 Uhr Sessions 1-6

14.15 - 15.30 Uhr Abschlusspanel: Blick nach vorn: Was braucht es für den zukünftigen Umgang mit Verschwörungserzählungen?

Bei der Abschlussdiskussion sollen verschiedene Beratungsstellen im Themenfeld Rechtsextremismus(-prävention) zu Wort kommen. Mit ihnen wollen wir einen Blick nach vorn versuchen und einschätzen, welche Herausforderungen in der Beratung von Institutionen und Angehörigen und Betroffenen von Verschwörungsgläubigen auf uns zukommen. Welche Bedarfe gilt es zu decken und welche Ansätze, Ressourcen und Netzwerke brauchen wir dafür, um adäquat zu reagieren?

Gäste: 
Silke Gary (Kurswechsel Hamburg), Nissar Gardi (empower - Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt), Mitarbeitende des Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus Hamburg,
Sonja Marzock (Projektleitung entschwört. Beratung zu Verschwörungsmythen im persönlichen Umfeld, Berlin) und Manja Kasten (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin)

Moderation: Kira Ayyadi

15.30 - 15.45 Uhr Schlussworte Larissa Denk (Koordinierungsstelle des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus Hamburg)


Anmeldung

Anmeldeschluss ist der 24. November 2021.




Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung: bnw-hamburg@lawaetz.de


Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich nach §6 VersammlG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten oder verschwörungsideologischen Szene zuzuordnen sind, als solches auf der Veranstaltung in Erscheinung treten, oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitisch, verschwörungsideologische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von
dieser auszuschließen. Dies gilt auch für Online-Veranstaltungen.